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FREIE WÄHLER Dachau - gefällt mir!

 

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FREIE WÄHLER Dachau gefällt mir!

12.11.2017

Freie Wähler Dachau fordern Krankenhausausschuss

Der Landkreis soll künftig seine Kontroll- und Informationsrechte als Aktionär des Amperklinikums effektiver ausüben. Das fordern die Freien Wähler Dachau und wollen dazu einen Krankenhausausschuss als neuen Fachausschuss bestellen. Dieser soll sich künftig gezielt und detailliert um Angelegenheiten rund um das Klinikum kümmern. Einen entsprechenden Antrag hat die Kreistagsfraktion kürzlich gestellt. Mehr unter Presse...

30.10.2017

Landkreis Dachau führt Bürgermagazin ein

Der Landkreis Dachau führt ein eigenes Bürgermagazin ein, in dem er über die Belange des Landkreises informiert. Das beschloss der Kreisausschuss kürzlich einstimmig auf Antrag der Freien Wähler Dachau. Mehr unter Presse...

18.10.2017

Bedingt einsatzbereit

Die mobile Sirenenanlage des Landkreises in Pasenbach, die am bayernweiten Probealarm am Mittwoch (18.10.2017) teilnehmen sollte, war nicht einsatzfähig. Das zugehörige Zugfahrzeug war defekt. Das teilte das Landratsamt auf Anfrage mit. Die Freien Wähler Dachau, die schon vor zwei Jahren eine Beteiligung am Probealarm beantragt hatten, zeigen sich enttäuscht – auch weil die Kreisverwaltung im Frühjahr noch berichtet hatte, dass die Sirenen einsatzbereit seien und man sich künftig an den Alarmen beteiligen wolle. Mehr unter Presse...

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Bayernbund im Landkreis Dachau

Der Bayernbund setzt sich für die Erhaltung Bayerischer Kultur und Tradition ein. / Grafik: Bayernbund e.V.

Der Bayernbund ist ein überparteilicher Zusammenschluss landesverbundener und staatsbewusster Bürger in oder aus Bayern - ungeachtet ihrer landsmannschaftlichen Herkunft. Die Veranstaltungen und Veröffentlichungen des Bayernbundes haben hauptsächlich Themen zum Inhalt, die sich auf Geschichte, Kultur und die gesellschaftlichen Entwicklungen des Landes beziehen oder sich mit dem staatspolitischen Geschehen in und um Bayern befassen. Auch befasst sich der Bayernbund mit Themen, die in ihren Auswirkungen Bayerns Situation beeinflussen, wie z. B. Regionalität und Subsidiarität. Eingedenk seiner 80-jährigen Tradition wirken im Bayernbund die einzelnen Bezirks- und Kreisverbände in ihrem Heimatbereich bei der Gestaltung und Erhaltung bayerischer Eigenart mit.

FW-Vorstizender Dr. Edgar Forster ist Vorsitzender des Bayernbunds im Landkreis Dachau. Auf dieser Seite finden Sie Informationen und Berichte über die Arbeit und Veranstaltungen des Bayernbunds im Landkreis Dachau.

 

 

08.04.2016

Bairisch – die gel(i)ebte Sprache

Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion. Von links Dr. Edgar Forster, Adolf Dinglreiter, Robert Gasteiger, Susanne Allers, MdL Anton Kreitmair und Sigi Bradl.
Die Podiumsdiskussion im Zieglerbräu verfolgten zahlreiche Zuhörer.

LANDKREIS DACHAU - Adolf Dinglreiter, langjähriger Landesvorsitzender des Bayernbundes, begann die Grundsatzrede über die bairische Mundart mit der provozierenden Frage: „Ist Dialekt noch erlaubt?“ Er beruhigte die zahlreichen Zuhörer, dass die Medien sich zunehmend mit den Fragen von Heimat und Mundart befassen. Er zitierte Chefredakteur Rudolf Bögel: „Weil des Baierische a Herzensangelegenheit von uns is, weil da Dialekt a Stückl Heimat is und weil de Heimat in einer immer größer werdenden Welt imma wichtiga wird“.

Während nach dem Zweiten Weltkrieg in den Schulen das Dialekt-Reden immer weiter zurückgedrängt wurde und die Sprecher gerügt und benachteiligt wurden, hat der Bayerische Landtag die Dialekte in die Lehrpläne der Schulen aufgenommen. Das Wertebündnis Bayern, dem der Bayernbund angehört, fördert nun die bayerische Volkskultur, zu der die Mundart als Kernelement dazu gehört.

Wichtigste Zielgruppe sind heute Kinder und Jugendliche, denn Eltern fürchten oft, dass Dialekt Sprechende beruflich benachteiligt würden. Aber neuere Untersuchungen zeigen, dass Mundart-Sprecher sprachlich gewandter und folglich erfolgreicher in Gesellschaft und Beruf arbeiten können.

Edgar Forster, Kreisvorsitzender des Bayernbundes, stellte die Teilnehmer des Podiums vor, die ihre ganz spezifischen Werte und Interessen vertraten. Susanne Allers, Diskussionsleiterin, gewählt als „sprachlicher Kontrapunkt“, formulierte einige Sätze in Plattdeutsch, ihrer Muttersprache. Beifall und Lachen dankten es ihr.

Politisches Schwergewicht war Anton Kreitmair, Landwirt aus dem Dachauer Land, Präsident des Bauernverbands Oberbayern und Mitglied des Bayerischen Landtags. Er bestätigte die Politik des Freistaats Bayern, seine kulturelle Eigenständigkeit in der Dialektförderung in Schule, Rundfunk und Öffentlichkeit zu betonen.

Markus Erhorn, jüngster Teilnehmer und überzeugter Bairisch-Sprecher hob hervor, dass auch in der Jugend zunehmend Interesse am Gebrauch der Mundart festzustellen sei. Er wünschte sich dafür aber mehr Anerkennung, dann ginge es leichter sich zum Bayerischen zu bekennen.

Sigi Bradl, stellvertretenden Vorsitzender des landesweiten Fördervereins für bayerische Sprache und ein bekannter Volksmusiker, hob das Engagement seines Verbandes hervor. An kritischen Wortes über die mangelnde Bereitschaft von Schulen und Behörden zur Unterstützung der einheimi9schen Dialekte ließ er es nicht fehlen.

Robert Gasteiger, Stadt- und Kreisrat, Brauchtumsreferent der Stadt Dachau, ist ebenfalls ein beliebter Volksmusiker und ein bekannter Sammler von Volkskunst. Als langjähriger Vorsitzender der Ampertaler, des Vereins der die alte Dachauer Tracht trägt, vermisste er einen verstärkten Einsatz für die Jugendarbeit, Deklamationen und Deklarationen für Bairisches gebe es genug.

Das Publikum bestätigte und bestärkte die Analyse der Podiumsdiskutanten. Man trug mach unterhaltsames Detail vor. Ein starkes Plädoyer für die Kenntnis des Schriftdeutschen wurde als selbstverständlich aufgenommen. Man war sich einig, dass die Europäische Union nur als Vereinigung von Regionen, Nationen, Kulturen und Sprachen ihre Leistungen für Einheit und Wohlstand des Kontinents erbringen könne. Die Podiumsteilnehmer fühlten sich gestärkt und wollen sich für die bayerische Sprache und Kultur in ihrem Umfeld zusätzlich einsetzen.

06.10.2013

Dachauer Dichterkreis in Altomünster

Der Dachauer Dichterkreis beim Kapplerbräu in Altomünster. Von links Herbert Schuierer, Hans Kimm, Dr. Enzio Amarotico, Hans Kimm und Dr. Edgar Forster.

ALTOMÜNSTER - Die Dachauer Dichter fuhren nach Altomünster: Dr. Enzio  Amarotico, Arzt, Dr. Edgar Forster, Diplomvolkswirt,  Herbert Schuierer, Schulamtdirektor a. D.,  Hans Kimm, Ingenieur und Martin Kimm, Techniker. Der Kulturförderkreis Altomünster  unter Leitung von Dr. Ulrich Schneider hatte zur Dichterlesung in den Kapplerbräu eingeladen. Natürlich gab’s zuerst eine kräftige Mahlzeit mit dem süffigen Bier vom Kapplerbräu.

Edgar Forster kam unter einem historischen Foto zu sitzen. Er schilderte die dargestellten Personen: Ludwig Thoma, der in der Nähe Altomünsters seine Jagd hatte, seinen Freund den Bildhauer Ignaz Taschner, dessen Tante Maria als Haushälterin im Kapplerbräu beschäftigt war und den Verleger Georg Hirth, der die Münchner Neusten Nachrichten, die heutige SZ, herausgab. Zu seinen Füßen Hirths Ehefrau Elise Knorr, die Nichte der Frau von Prof. Johann Forster, dem Ur-Ur-Großonkel von Edgar Forster.

Die Gedichte hatten die Vortragenden bewusst nicht abgesprochen, aber sie hatten Vorräte an veröffentlichten und neuen Texten dabei, so dass vielfach spontane poetische Antworten auf ein Thema möglich waren, das sich in Gedichtsketten fortsetze konnte. Vor allem Hans Kimm und Edgar Forster waren so z.B. mit ihren irischen Limericks aufeinander eingespielt, die auf einer Reise in Irland=Bierland entstanden waren. Enzio Amarotico trug satirische und erotisch angehauchte Gedichte auch im Gedankenfeld von Ringelnatz vor, der zeitweise in Dachau wohnte.  Herbert Schuierer, früher im Dachauer Schulamt beschäftigt, wusste sich über manche pädagogische Modernitäten lustig zu machen. Die Brüder Hans und Martin Kimm ließen es nicht an philosophischer Gedankentiefe fehlen; auch feine Naturbeobachtung war ihr Anliegen.

Edgar Forster verteilte die Weiß-Blaue Rundschau des Bayernbundes. Trotz hoher Sommerabendtemperaturen blieben die Zuhörer dabei, spendeten eifrig Beifall und erhielten ihre geforderte Verlängerung. Bürgermeister Konrad Wagner bedankte sich für die Bereicherung des Altomünsterer Kulturlebens.

30.11.2012

Dachauer Hinterlandsgschichten

Dr. Edgar Forster (am Pult) las zusammen mit Blasius Thätter (rechts) Hinterlandsgschichten.
Musizierten auf der Veranstaltung: Robert Gasteiger (rechts) und Siegi Heigl. /Fotos: Leiß

DACHAU - Der Bayernbund hatte zum Zieglerbräu in den Schützensaal eingeladen. Bayerische Geschichten aus dem Dachauer Hinterland standen zur Lesung an. Der Saal füllte sich mit Zuhörern bis zur Überfüllung.

Volksmusik aus der Zither von Robert Gasteiger und der Gitarre von Siegi Heigl erregten die Aufmerksamkeit und Claus Weber sprach die Einführung. Er stellte den Bayernbund als überregionalen Kulturverband vor, dann die Musiker und die Vortragenden. Edgar Forster, promovierter Volkswirt und Geschäftsführer, schreibt seit Jahren Bayerische Bücher. Das bekannteste ist „Der Kochwirt". Blasius Thätter, Zimmerermeister, Berufsschullehrer ist den Dachauern als langjähriger Landtagsabgeordneter ein Begriff. Nun schreibt er Bücher und Geschichten aus dem Dachauer Hinterland.

Die Arbeit hatten sich die beiden Autoren geteilt. Blasius Thätter, der in Großberghofen aufgewachsen war, schilderte „mit vui Gfui" seine bescheidene Jugend im Dachauer Hinterland. Die Sitten waren damals rauer, die Obrigkeit, z.B. der Dachauer Prälat Pfanzelt, galt noch etwas, aber ein junger Bub musste sich darin zurecht finden und sich doch mit einigen Tricks behaupten.

Edgar Forster dagegen, mit niederbayerischem Migrationshintergrund, ging das Thema etwas deftiger und kräftiger an. Die Hinterlandsdachauer waren zwar religiös aber durchaus nicht fromm. Und Heuchler mochte man schon gar nicht. Die längst verstorbene Beckin von Weikertshof hatte es ihm angetan. Sie wusste sich zur Wehr zu setzen und ihren Mann zu stehen gegen Frömmelei  und Kuschen vor ängstlichen Mehrheit. Die Geschichten von hinten bezogen sich auf anrüchige Themen, über die man aber sogar lachen darf.

So mussten beide Autoren die Zeit überziehen und dass der harte Kern noch lange zusammenhockte war beim Zieglerbräu und seiner feschen Wirtin schon immer üblich. Man beschloss: Fortsetzung folgt. 

90 Jahre Bayernbund

Am Festakt zum 90. Geburtstag des Bayernbundes nahm auch die Kreisgruppe Dachau mit dem Vorsitzenden Dr. Edgar Forster teil. Auf dem Foto: Markus Erhorn, 1. Vorsitzender JFW Kreisgruppe Dachau und Prinz Ludwig von Bayern.

07.10.2010

Die Jugend hat es heute besser

Unterhielten, moderierten und lasen: Von links Dr. Edgar Forster, Blasius Thätter und Eva Rehm.
Die Veranstaltung in Großberghofen war gut besucht. / Fotos: Bayernbund

ERDWEG - Blasius Thätter ist im Dachauer Land ein bekannter Mann als Politiker: Gemeinderat, Kreisrat und langjähriger Landtagsabgeordneter. Heute schreibt er lieber Bücher und Geschichten. In einer gemeinsamen Veranstaltung von Hutter-Museum und Bayernbund im Gasthaus „Berghofener Stubn“ im Großberghofen stellte Thätter sein Buch „Das Milchholen“ vor. Eva Rehm, Stellvertretende Landrätin, und Edgar Forster, die Vorsitzenden der einladenden Vereine, skizzierten kurz, wie doch Blasius Thätters Texte sich in die Programme von Pflege Bayerischer Kultur und Heimatliebe sich einfügen. Petra Hamburger und die Berghofer Hausmusik umrahmten die Lesung in der bestens gefüllten Versammlung.

Thätter schreibt und liest mit einer Herzenswärme und einer Eindringlichkeit, die dem unvoreingenommenen Leser ein inneres Miterleben und Eintauchen in diese Zeit großer Umbrüche möglich macht. Geboren 1936 erlebte er noch die heile Welt des katholischen bayerischen Landlebens mit seinen klaren Sitten und lebendigen Gebräuchen. Aber zunehmend greift der Nationalsozialismus ins Dorfgefüge ein; der Krieg beherrscht mit seiner Bedrohung des täglichen Lebens immer mehr die kleine Dorfgemeinschaft. Er beeinflusst auch das Treiben der Lausbuben des Dorfes, die sich trotzdem ihre kleinen Bubenstreiche erfüllen können. Das Kriegsende 1945 bringt Schrecken, Elend und Not aber auch neue Hoffnungen.

Blasius Thätter hat uns im Buch die Intimität des alten bayerischen Dorfes erhalten: die kirchlichen Festbräuche, die Bittgänge, die Rauchfassschwünge, das Heilige Grab, den Besuch des Kardinals, aber als Gegensatz dazu die Tieffliegerangriffe, den Zusammenbruch der Wehrmacht, der Einmarsch der Amerikaner, das Flüchtlingselend. Die Berufe der Eltern waren noch offen da liegend, die Erntearbeiten der Bauern, das Kühe Melken und Hüten, das Wurstkochen des Metzgers, ein Erleben, das heutigen Kindern fehlt, ebenso der Kontakt zur freien Natur. Den durfte der kleine Blasi freudig ausleben.

Im zweiten Teil des Abends schilderte der Blasi in freier Rede weitere spannende Jugendgeschichten. Die eindringliche Dichte seiner Sprache und der hautnahe Kontakt zum Dorfleben steigerten die Wirkung seiner Erzählungen. Er sprach in seiner schlichten und exakten Sprache, in der sich sein feines bayerisches Idiom in den lustigen oder traurigen Inhalt fügte.

So hat uns Blasius Thätter ein kleines Stück bayerischer Heimat im Dachauer Hinterland nicht nur erhalten sondern wieder auferstehen lassen den Alten zum Schmunzeln und Erinnern, den Jungen zum Staunen und Danken, dass die Welt doch um einiges besser geworden ist. Das betonte der Blasi ganz zum Schluss.